Schesaplanahütte SAC
Graubünden / Seewies im Prättigau, Rätikon Art: Berghütte SAC · Graubuenden
About this property
Zum Verkauf:
Die Schesaplanahütte wurde ursprünglich als Kurhaus gebaut und ist seit über 100 Jahren im Besitz der SAC-Sektion Pfannenstiel.
Wir unterscheiden zwischen 2 Arten von SAC-Hütten: ca. 150 Hütten sind dem schweizerischen Zentralverband des SAC unterstellt. Diese sind grundsätzlich «unverkäuflich». Diese können höchstens an eine andere Sektion übergeben werden.
Diverse Sektionen des SAC haben zusätzlich noch «private» Hütten, die ausschliesslich von der entsprechenden Sektion finanziert, betrieben und betreut werden. Diese Hütten können auch privat veräussert werden. Zu dieser Gruppe gehört die Schesaplanahütte SAC. Damit entsteht die einmalige Gelegenheit, eine SAC-Hütte an bester Lage zu kaufen. Seit über 100 Jahren ein Begriff unter Berggängern.
Die Situation der Häusergruppe:
Die Gebäudegruppe steht ganz alleine an wunderbarer, gut besonnter Lage mit weitreichender Aussicht auf ca. 2000 m.ü.M. Seit über 100 Jahren steht an dieser Stelle ein Gasthaus. Es ist für Wanderer sehr gut positioniert. In der Distanz von einer Tageswanderetappe stehen verschiedene Berghütten auf der Schweizer Seite wie auch in den angrenzenden Ländern. Im Umkreis von einigen Wanderstunden steht keine andere Unterkunft und auch keine andere Gastwirtschaft. Zu den wandernden Übernachtungsgästen gesellen sich zahlreiche Biker. Seit dem E-bike-boom hat sich dieser Sektor in Form von Tagestouristen enorm vermehrt.
Es besteht zwar eine PW-taugliche Zufahrt bis ans Haus. Allerdings ist diese mit einem allgemeinen Fahrverbot belegt, so dass nur die Betreiber der Gastwirtschaft bis zur Hütte fahren dürfen. Das gibt für die Gäste ein wunderbar ruhiges Ambiente, das durch Kuhgebimmel untermalt wird. Gäste dürfen mit Tagesbewilligung bis ca. 1 km unter die Hütte fahren.
Im Winter wird die Strasse nicht geräumt. Die Gegend ist auch nicht eine gängige Skitourenregion. Entsprechend wurde die Hütte in den letzten Jahrzehnten nur im Sommer bewirtschaftet.
In der aktuellen Raumaufteilung stehen 65 Gästebetten zur Verfügung.
Das Haupthaus:
Das Haupthaus steht im Zentrum der Gebäudegruppe und ist das Herzstück der Anlage, die ganz alleine auf weiter Flur steht. Rundherum sind Alpweiden, wo im Sommer das Vieh gesömmert wird. Hinter der Hütte türmt sich das Kalkgebirge mit dem Schesaplanagipfel auf. Mit seinen ca. 3000m Höhe ist er ein beliebter Aussichtsgipfel, der auf blauweiss markiertem Wanderweg von der Hütte aus erreichbar ist.
Im Erdgeschoss befindet sich die Gaststube mit ca. 60 Plätzen und die Gastroküche. Weiter ist der Küche ein Getränkelager angebaut, das direkt von der Küche und von aussen zugänglich ist. Auf der Süd- und Westseite vor dem Haus sind ca. 100 Gastplätze, die direkt von der Küche bedient werden können.
Im Untergeschoss ist ein Raum mit einem Massenlager mit ca. 10 Betten und einer Selbstversorgerküche mit Holzkochherd. Dieser Bereich wurde bisher als Winterraum genutzt und stand Selbstversorgern im Winter zur Verfügung.
Im ersten und zweiten Obergeschoss sind die Gästezimmer mit 2-4 Betten. Im Dachgeschoss ist eine Wirtewohnung mit 3 Schlafzimmern und einer separaten Nasszelle mit Dusche.
Das Nebenhaus:
Im Nebenhaus sind diverse Räume mit Massenlagern, sanitäre Einrichtungen für die Gäste mit Duschen Waschraum, Waschmaschine, WC etc., ein Keller- und Lagerraum.
Das Magazin:
Westlich vom Haupthaus steht ein Gebäude, das aktuell als Magazin genutzt wird.
Die Energieversorgung:
Die Photovoltaikanlage liefert Strom in die umfassenden Batterien im Nebenhaus. Die Gebäude sind mit 230V UND 12V-Netz bestückt. Wenn der Strom der PV-Anlage nicht ausreicht, steht noch ein Notstromgenerator zur Verfügung. Die Gastroküche ist mit einem Kombiherd Gas-Holz bestückt. Von diesem Holzkochherd aus kann auch der Warmwasserboiler im 1. OG versorgt werden. Der Boiler kann zusätzlich elektrisch gewärmt werden.
Die Anlagen für die elektrische und die Gasversorgung entsprechen den aktuellen Vorschriften und wurden im 2026 geprüft und den aktuellen Vorschriften angepasst.
Die Gaststube ist mit einem Kachelofen versehen, der an garstigen Tagen eingefeuert werden kann.
Die Wasserver- und -entsorgung:
Die Hütte hat eine eigene Quelle und ein eigenes Reservoir. Die Quellfassung wurde im 2018 neu erstellt. Das neu erstellte Reservoir fasst 12’000 Liter. Es besteht keine Wasserknappheit. Der Brunnen vor dem Haus plätschert mit dem Überwasser das ganze Jahr vor sich hin. Auch im sehr trockenen Sommer 2026.
Ebenso verfügt die Hütte über ein dreistufiges Klärsystem. Dieses wurde im 2016 auf den neuesten Stand gebracht und vom kantonalen Amt für Umwelt so abgenommen. Die Anlage funktioniert ohne Fremdenergie. Das geklärte Abwasser kann und darf der Natur zurückgegeben werden. Jeweils im Herbst muss der Inhalt der 1. Stufe der Klärgrube mittels Schlauchs auf den angrenzenden Wiesen ausgebracht werden.
Die Kundschaft:
In den letzten Jahren zählte das Haus rund 4000 Übernachtungen/Sommersaison. Diese dauert jeweils von ca. Juni bis ca. Oktober. Viele der Gäste wandern im Rätikon-Gebirge von Hütte zu Hütte und kommen entsprechend wetterunabhängig, da die mehrtägigen Touren schon langfristig gebucht wurden.
Die Schesplanahütte ist ein offizieller Etappenort vom Prättigauer Höhenweg.
Dazu kommen ungezählte Tagesgäste, die zu Fuss oder mit Bio- und E-bike zur Hütte kommen. Die Fahrt zurück in die Zivilisation kann auch mit einem Miettrotti ab der Hütte genossen werden. Diese werden von extern gestellt und betreut. Siehe Homepage
Im Winter stand bisher der Winterraum für Selbstversorger zur Verfügung. Dieses Angebot ist freiwillig. Es kann aufgehoben oder ausgebaut werden.
Die Häuser sind jedoch aktuell nicht für einen bewirtschafteten Winterbetrieb ausgerüstet.
Als etablierter Betrieb an einmaliger Lage, konkurrenzlos, während der Saison dauernd ausgebucht. Es befinden sich verschiedene Hütten in einem Tag Wanderdistanz, so dass viele Hüttenwanderer sich da für eine Nacht niederlassen.
Die Geschichte vom Haus:
Die Schesaplanahütte wurde im vorletzten Jahrhundert, genau genommen 1898, als Pension konzipiert und erbaut. Dazu wurde unterhalb der Hütte an der Waldgrenze eine wasserbetriebene Sägerei erstellt. Das Haupthaus wurde mit Bergholz in Strickbauweise erstellt. Diese Sägerei steht unter Denkmalschutz und ist noch betriebsfähig. 1916 hat die SAC-Sektion Pfannenstiel die Pension käuflich erworben. Seither wurde die Anlage laufend erweitert und modernisiert. Unterdessen stehen drei Gebäude auf dieser Parzelle.
Die letzte grosse Renovation wurde im 2016 gemacht. In dem Zug wurden unter anderem folgende Teile erstellt, erneuert:
- Erweiterung mit einem aussenliegenden Treppenhaus am Haupthaus
- eine komplett neue Küche
- neue Nasszellen im Hauptbau auf jedem Geschoss
- eine Wirtewohnung im Hauptbau mit eigener Nasszelle mit Dusche
- ein angebautes Getränkelager mit Quellwasserkühlung
- Optimierung der Kläranlage in Zusammenarbeit mit dem Amt für Natur und Umwelt
- weitere Optimierungen bezüglich Brandschutz, Stromversorgung etc.
- weitere Komforterhöhungen für Bewirtschafter und Gäste
- Vor und nachher wurden jährlich Unterhalts- und Optimierungsarbeiten gemacht.
Die Anlage in Zahlen:
Höhe über Meer: 2000 M.ü.M. , Anzahl Gebäude: 3, Gästebetten: 65 davon ein Teil in Zweier- und Viererzimmern, teilweise Massenlager
Gästesitzplätze innen: 65, Gästesitzplätze aussen: 100
Anzahl Übernachtungen Sommer 24, Sommer 25: 4000, Gastrobetrieb seit über 100 Jahren. Entsprechend weitherum bekannt.
Energieversorgung: Inselbetrieb Photovoltaik plus Gas für Kochherd und Warmwassererwärmung, Notstromaggregat mit Benzin. Stückholzofen in der Küche nebst dem Gasherd.
Investitionsbedarf:
Die Gebäude sind alle winterfest und solide gebaut. Die unverwüstbare Eternitfassade trotzt allen Unwettern. Die Erweiterungen und Ergänzungen der Anlage wurden stilgerecht appliziert.
Die langjährige Eigentümerschaft, vertreten durch einen erfahrenen Architekten als Hüttenchef, hat laufend in die Erneuerung und Verbesserung der Anlage investiert. Die Gebäude, die Gebäudetechnik wie auch das Inventar ist auf einem guten Stand. Es besteht kein akuter Investitionsbedarf. Einige Kleinigkeiten sind zu bewerkstelligen, die in Eigenleistung oder mit einigen Tausend Franken erledigt sind.
Verkaufsprozess:
- Besichtigungen sind in Absprache mit Philipp Irniger möglich bis die Zufahrt eingeschneit ist. Diese wird nicht geräumt.
- Bis 11.10.2026 ist die Hütte noch in Betrieb.
- Interessenten machen ein Angebot mit Finanzierungsnachweis und einem Betriebskonzept.
- Der Vorstand der Sektion Pfannenstiel vom SAC entscheidet, wer den Zuschlag bekommt.
Gerne erwarten wir Ihre Kontaktaufnahme per Email. (siehe Kontaktdaten)
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